Dinner in the Dark

Dinner in the Dark

Dinner in the DarkVöllige Dunkelheit, wohlige Düfte und fremde Geräusche – bei einem Dinner in the Dark werden die menschlichen Sinne im besonderen Maße angesprochen. Die meisten Menschen sind in der glücklichen Lage, ihr Sehvermögen in normalem Maße nutzen zu können. Bei einem Dinner in the Dark wird jeder zu einem Blinden und erlebt eine Menüfolge in völliger Dunkelheit. Die meist tatsächlich blinden Kellner und Servicekräfte leiten die Gäste gekonnt durch den Abend und verschaffen ihnen ganz neue Eindrücke und ein unvergessliches Erlebnis.

Dinner in the Dark: Ein Abenteuer von Anfang bis Ende

Das Dinner in the Dark beginnt zunächst mit der Reservierung für einen ausgewählten Termin. Da diese Art der Event-Gastronomie sehr beliebt ist, ist es wichtig, sich im Restaurant anzumelden.

Zum gewünschten Termin wird das Restaurant betreten, wie jedes andere Lokal auch. Mäntel und Jacken können an der Garderobe aufgehangen werden. Doch schon direkt hinter dem Eingang verändert sich alles. Im Gegensatz zur normalen Gastronomie, wo man sich einfach an einen der zahlreichen Tische setzt, auf die Speisekarte wartet, diese studiert und anschließend bestellt, wird die Auswahl des Menüs bereits vor dem Hinsetzen getroffen. Die Menükarten liegen am Eingang bereit, sodass noch im Hellen das Essen nach dem eigenen Geschmack ausgewählt werden kann. Bereits bei der Bestellung der Köstlichkeiten sollte unbedingt auf Allergien hingewiesen werden, um beim Dinner in the Dark keine böse Überraschung erleben zu müssen. Da es sich beim Dinner in the Dark um Event-Gastronomie handelt, stehen meist komplette Menüs mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert zur Auswahl. Häufig werden auch weitere Gänge angeboten, sodass das Dinner in the Dark nicht nur eine Mahlzeit darstellt, sondern ein Abenteuer auf ganzer Linie.

Ist die Bestellung von Getränken und Speisen am Eingang aufgegeben, so werden die Gäste von einem Kellner in den Speiseraum begleitet. Dazu bewegt man sich durch eine Schleuse von mehreren Vorhängen, um beim Hineingehen kein Licht in den Speiseraum zu werfen. Durch die dicken, lichtundurchlässigen Vorhänge wird jegliches Licht absorbiert, sodass völlige Dunkelheit den Raum beherrscht. Die Kellner können sich an Markierungen im Boden orientieren und leiten die Gäste sicher zu ihrem Tisch.

Beim Hinsetzen sind die Servicekräfte behilflich, sodass man zuverlässig an seinem Tisch angelangt. Dieser ist in der Regel bereits gedeckt, wobei auf Dekorationen verzichtet wird, um keine zusätzliche Verwirrung zur Dunkelheit zu stiften. Nachdem sich der Gast kurz an seinem Platz versuchen konnte zu orientieren, werden die Getränke serviert. Dabei wird darauf geachtet, dass ein Glas und eine Flasche den Weg zum Tisch findet, sodass jeder Gast sich selbst einschenken kann. In der absoluten Dunkelheit stellt bereits das Einschenken eines Getränkes eine große Herausforderung dar und bietet einen hohen Erlebnisfaktor.

Nach der Zubereitung wird das Essen schließlich serviert. Wieder kann der Gast in der Dunkelheit nichts sehen und muss sich auf seine übrigen Sinne verlassen. Ohren, Nase und Hände werden bei dem Erlebnis der Speise sehr wichtig. Die Gäste riechen an ihrem Essen und nehmen es in der Regel viel intensiver wahr, als wenn sie im Hellen speisen würden. Auch die Wahrnehmung des Geschmacks wird durch die Dunkelheit intensiviert. Die Handhabe von Messer, Gabel und Löffel wird in dem Moment der totalen Dunkelheit ganz neu wahrgenommen und fällt meist sehr schwer. Nach und nach werden die verschiedenen Gänge des Menüs serviert und werden vom Gast in neuen Dimensionen wahrgenommen und genossen. Nach dem Dinner in the Dark wird der Gast vom Servicepersonal wieder aus dem Speiseraum herausgeführt. Dieses geschieht langsam und stufenweise, um die Augen nach einem Essen langsam wieder an Helligkeit zu gewöhnen.

Dinner in the Dark: Erlebnisse in der Erlebnis-Gastronomie

Je nach Anzahl der Gänge des Menüs dauert ein Dinner in the Dark etwa zwei Stunden. Da das Essen in der Dunkelheit schwerer fällt und der Gast sich aufgrund seiner Unbeholfenheit langsamer bewegt, dauert es länger, die Speisen zu essen. Bei einem langsamen und sehr bewussten Essen, kann der Gast die Mahlzeit auf eine ganz andere Weise genießen und viel intensiver mit seinem Geruchssinn und den Geschmacksknospen wahrnehmen. Ein Dinner in the Dark gehört zu den modernen Ausführungen der Erlebnis-Gastronomie und kann von Groß und Klein genossen werden.

Neben dem normalen Dinner in the Dark werden auch zunehmend Erlebnisse in der Erlebnis-Gastronomie angeboten. So sind Blind-Dates, die als Dinner in the Dark organisiert sind, sehr beliebt. Dabei sehen sich die Teilnehmer im Vorfeld nicht und werden alle einzeln in den Speiseraum hineingeführt. So können die Singles im wahrsten Sinne ein Wortes ein Blind-Date erleben und erkennen erst am Ende des Abends, welche optische Hülle sich hinter der sympatischen Stimme verbirgt. Das Dinner in the Dark ist eine ganz neue Art, seine Umwelt und sein Gegenüber sowie die kredenzte Mahlzeit zu genießen. Mit dem Verzicht auf das Sehvermögen, gewinnen die übrigen Sinne an Intensität und nehmen die Umwelt auf eine völlig neue Art wahr. Das Dinner in the Dark wird garantiert zu einem unvergesslichen Erlebnis für jeden Gast.

 

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